„Im Hause muss beginnen was werden soll im Vaterlande“(H. Pestalozzi)

Dieser Ausspruch entstammt einer Zeit, die sich mit der heutigen nicht vergleichen lässt. Das Familienbild hat sich seit dem 18. Jahrhundert grundlegend gewandelt. Damals gab es keine institutionelle Kinderbetreuung, der erste Kindergarten wurde erst im Jahre 1840 durch Friedrich Fröbel gegründet und Immanuel Kant, der Begründer des ersten Lehrstuhls für Pädagogik, stellte fest, dass es durch Studium gelehrte Erzieher geben müsste: „Schon erzogene Eltern sind Beyspiele, nach denen sich die Kinder bilden, zur Nachachtung. Aber wenn diese besser werden sollen: so muß die Pädagogik ein Studium werden…“

So entstanden zunehmend Institutionen, die sich im Laufe der Zeit qualitativ verbessert haben und Eltern profitieren gegenwärtig von einem reichen Angebot an Kitas. Eltern entscheiden sich deshalb nicht nur aus beruflichen Gründen für die Betreuung in einer Kinderkrippe, sondern auch um ihr Kind in Kontakt mit anderen Kindern zu bringen und ihm früh Anregungen und eine gute Bildung zu ermöglichen. Kinder erfahren durch den Besuch einer guten Kinderkrippe anregende zusätzliche Bereicherungen. Die Sorge, dass die frühe Betreuung ihrem Kind schadet, ist somit aus wissenschaftlicher Sicht deshalb unbegründet.

Eine gute Kinderkrippe

ist für Kinder immer ein Gewinn unter der die Eltern – Kind – Bindung nicht leidet. Pestalozzis Zitat behält trotzdem seine Gültigkeit, denn sie bleiben als Eltern die wichtigsten Bezugspersonen für ihr Kind.

Allerding gilt zu bedenken

Jede Institution zeichnet sich durch die darin tätigen Menschen aus und die Qualität der Tageseinrichtung hängt immer von den Fachkräften ab, die ihr Kind betreuen - keinesfalls von schönen Räumen oder Spielmaterialien. Erste Erfahrungen eines Kindes entstehen im Zusammenhang mit den Menschen, wie diese ihm im alltäglichen Umgang „die Welt vermitteln“. Die soziale Einstellung, die Lernbereitschaft und die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit hängen von diesen ersten Erfahrungen des Kindes ab. Erfahrungen aber entstehen in alltäglichen Situationen, die eine Atmosphäre entstehen lassen:

Welche Stimmung liegt in der Luft?
Stimmen Reden und Handeln überein?
Wie gehen wir miteinander um?
Zeigen wir Ausdauer und Geduld?
Welche Reaktionen erfährt das Kind auf sein Verhalten?
Wie gehen wir mit Fehlern, Schwierigkeiten um?
Sind wir fröhlich und ausgeglichen?
Können wir Interesse und Begeisterung wecken?

Dies alles erzeugt die Atmosphäre einer Einrichtung!!

Unsere kleine familiäre Gemeinschaft im RoKaPeDi-Haus

zeichnet sich aus durch eine Atmosphäre der Sicherheit, Verlässlichkeit, Harmonie und Hilfsbereitschaft, in der absolutes Vertrauen zueinander wachsen kann. Denn:

"Wo ich vertraue, handle ich selbst besser, wo mir vertraut wird, fühle ich mich gebunden und bekomme Kräfte über mein Maß."

Aus diesem Vertrauen heraus entwickelt sich die Qualität der Beziehung ihres Kindes zu den Menschen, die es umgeben und diese Beziehung trägt entscheidend zu seiner Entwicklung und seinem Weltbild bei.